Reifen-Portale: Häufige Fragen

Passt jeder Reifen auf jedes Auto?


Nein. Autos sind unterschiedlich groß, Felgen haben unterschiedliche Breiten und auch wenn ein Reifen vielleicht von der Größe her schon irgendwie passt, ist dieses “irgendwie passen” nicht gut genug. Schließlich sind die Reifen für so einiges verantwortlich: dass dein Auto sicher fährt, dass die Straßenhaftung ausreichend ist, dass du beim Bremsen nicht ins Schleudern kommst – kurz gesagt: deine Sicherheit. Also passe auf jeden Fall gut auf, nur Reifen zu kaufen, die auch hundertprozentig zu deinem Auto passen und nicht nur “irgendwie”.

Was für Reifengrößen gibt es denn?


Die Reifengröße hängt zuallererst natürlich vom Fahrzeug ab und von der Felgenbreite. Diese wird meist in Zoll angegeben und reicht von 5 bis 12,5 Zoll. Für jede Felgenbreite gibt es ideale Reifenbreiten, aber auch Minimal- und Maximalbreiten, innerhalb denen der Reifen noch passt. Die Reifenbreite ist also auch ein Kritikpunkt bei der Auswahl eines Reifens. Andere rein technische Spezifikationen sind der Querschnitt, d. h. das Verhältnis von Höhe zu Breite in Prozent, die Bauweise, der Tragfähigkeitsindex und der Geschwindigkeitsindex. Mach dir keine Sorgen, wenn du nicht weißt, was all diese Angaben bedeuten und wofür sie stehen – du musst eigentlich nur wissen, wo du diese Angaben findest.

Wo finde ich diese Angaben - woher weiß ich, was für einen Reifen ich brauche?


Die Angaben, die du brauchst, entnimmst du am einfachsten deinem alten Reifen. Dort, an der Seitenwand, stehen alle Zahlen, Nummern und Codes, die wichtig sind. Die meisten Reifen-Portale fragen nach den folgenden drei Sachen: Breite, Höhe, Zoll. Als viertes brauchst du oft den Geschwindigkeitsindex. Wie genau diese Angaben zu finden sind, entnimmst du am besten den Grafiken, die jedes Reifen-Portal bereitstellt – meist direkt auf der Startseite beim Eingeben dieser Angaben. Wenn dir das alles zu kompliziert ist oder du gerade nicht an deine alten Reifen kommst bzw. nicht extra zum Auto laufen willst, kannst du die Reifen auf den Portalen auch nach Automarke suchen. Du gibst in der Suchmaske des jeweiligen Anbieters einfach ein, was für ein Auto du fährst, klickst dich durch Model, Baujahr und ggf. andere Spezifikationen, und landest am Ende bei den Reifen, die auf dein Auto passen.

Müssen alle Reifen vom selben Hersteller sein?


Rein technisch geht das, aber eine solche sogenannte Mischbereifung ist nicht empfehlenswert. Zumindest an einer Achse sollten die Reifen gleich sein, d. h. zwei gleiche Reifen vorne bzw. hinten. Aber am besten ist es, wenn alle vier Reifen an deinem Auto gleich sind. Erst dann ist die höchstmögliche Fahrsicherheit gegeben – achte also darauf, nur Reifen gleichen Fabrikats und gleicher Profilausführung am Wagen zu haben. Besonders das Mischen von Sommer- und Winterreifen ist gefährlich, da diese Reifen für verschiedene Einsatzbedingungen gemacht sind und daher beim Bremsen etc. unterschiedlich reagieren. Und nicht nur gefährlich sondern auch regelrecht verboten ist es, Reifen unterschiedlicher Reifengrößen zu montieren.

Wie finde ich denn einen guten Reifen?


Wenn du jetzt weißt, wie du den Reifen nach technischen Gesichtspunkten aussuchst, wird es jetzt Zeit für die Qualität. Da hilft dir das EU-Reifenlabel, dass an allen Reifen angebracht ist, die in den Verkauf gehen. Dieses Label kennst du sicher schon von anderen Sachen und Geräten, die du kaufst, z. B. von Waschmaschinen. Hier beim Reifen werden Kraftstoffbrauch, Sicherheit und Geräuschemissionen miteinander verglichen und mit “A” bis “G” bewertet. Dabei steht der Buchstabe “A” für ein sehr gut und das “G” für schlechteste Werte.

Was soll ich nehmen: Neureifen? Runderneuert?


Beides sind gute Optionen. Bis zu drei Jahre lang zählt ein Reifen als Neureifen (drei Jahre ab Produktionsdatum). Danach können UV-, Wetter- und Lagerungseinflüsse die Qualität eines Reifens verschlechtern, auch wenn er eben noch nie genutzt wurde. Daher kann es vielleicht sogar besser sein, einen gerade gefertigten runderneuerten Reifen zu holen statt lang-gelegene Neureifen, denn Gewährleistung und Produkthaftung gibt es gleichermaßen auf beide. Das Wichtigste ist, Reifen nicht irgendwo billig zu kaufen, sondern eben bei Fachhändlern. Die Reifen müssen ja auch bis zum Verkauf fachgerecht gelagert werden, was die Fachhändler garantieren. Und bei ihnen kannst du auch nachfragen, was sich für deine spezielle Situation empfiehlt oder einfach auf ihren Webseiten weiteres Wissenswertes erfahren.

Soll ich die Reifen auch wechseln, wenn sie noch gut aussehen, nur eben ein bisschen alt sind?


Ja. Ein “bisschen alt” kann gefährlich werden. Schließlich rast du mit den Reifen oft genug mit mehr als 100 km/h über die Piste, bremst scharf, legst dich in Kurven – und bei all dem willst du ja keinen Unfall bauen. Deine Reifen sollten also in Ordnung sein. Um zu sehen, wie fit deine Reifen noch sind, gibt es bestimmte Tests. Als allererstes schau die Reifen einfach mal an: Wenn sie schon abgefahren aussehen, brauchst du gar nicht weiterzutesten, sondern solltest sie schleunigst wechseln. Die Mindestprofiltiefe beträgt übrigens 1,6 mm – mit einem weniger tiefen Profil zu fahren ist ungesetzlich, und das wohl zu Recht. Es ist einfach gefährlich. Die ideale Profiltiefe liegt bei 3 mm für Sommerreifen und 4 mm für Winterreifen.

Wie oft soll ich neue Reifen holen?


Nach einer gewissen Nutzzeit solltest du deine Reifen austauschen, auch wenn sie dir vielleicht optisch noch gut genug erscheinen. Hier ein Anhaltspunkt: Sommerreifen sollten alle 3,5 Jahre getauscht werden und Winterreifen alle 7 Jahre – und das, wenn du durchschnittlich 44.000 km im Jahr fährst. Fährst du weniger, können die Reifen ein bisschen länger dran bleiben, fährst du mehr, sollten sie entsprechend schneller gegen neue getauscht werden.

Was mache ich im Winter mit meinen Sommerreifen und umgekehrt?


Die Reifen musst du gut lagern, am besten auf einem Felgenbaum oder an Wandhalterungen. Das gilt für Reifen mit Felgen. Reifen ohne Felgen sollten senkrecht stehend trocken gelagert werden und alle paar Monate etwas bewegt/ gedreht werden. Kompletträder dagegen solltest du liegend übereinander lagern. Wenn du keinen Platz hast zum Lagern, kannst du die Reifen auch in Werkstätten einlagern lassen, gegen eine geringe Gebühr. Dort werden sie auf jeden Fall fachgerecht gelagert. Aber da in den Werkstätten unter Umständen auch viele andere Leute ihre Reifen lagern, solltest du genauestens aufschreiben, was für Reifen du zum Lagern hingebracht hast und in welchem Zustand sie waren. Der ADAC berichtet, dass es da öfters schon zu Verwechslungen gekommen ist, d. h. dass du Kunden andere Reifen zurückerhalten haben, als sie hingebracht haben. Um dem vorzubeugen, hat der ADAC ein praktisches Lagerungsprotokoll-Formular entwickelt, dass du hier unter diesem Link findest.

Wie finde ich eine Werkstatt?


Manche der Reifenanbieter haben eigene Werkstätten bzw. bevorzugte Partnerwerkstätten, und alle Reifenanbieter außer Reifentiefpreis.de arbeiten auch mit sogenannten Montagepartnern zusammen. Besonders bei ReifenDirekt wird dir da die Wahl erleichtert: Alle Werkstätten haben auch gleich ein Feld für Bewertungen, wo du nachlesen kannst, wie sie von anderen Autofahrern und Reifenwechslern bewertet wurde. Aber auch ohne Kommentare und Bewertungen findest du leicht eine Werkstatt: Wenn dein Reifenhändler eigene Werkstätten hat, sind diese logischerweise die erste Wahl – dann hast du alles aus einer Hand: Material und Service. Aber auch wenn du einfach nach geringster Entfernung suchen willst, geht das: Auf den Anbieter-Webseiten gibt es eine Suchmaske bzw. eine interaktive Karte, wo du eine Umkreissuche machen kannst.

Und wie finden Reifen und Werkstatt zueinander?


Wenn du die Reifen nicht selbst zur Werkstatt bringen willst, wähle dir einfach eine Werkstatt unter den auf den Reifen-Portalen angebotenen Montagepartnern und lass sie dorthin schicken. Bis auf wenige Ausnahmen geht das auch, und falls aus organisatorischen/ logistischen Gründen keine Lieferung direkt an eine bestimmte Werkstatt möglich ist, wird dir das auch gleich angezeigt. Am einfachsten geht diese Montagepartner-Wahl bei Tirendo. Sobald du dich da für einen entschieden hast, wird dessen Werkstatt-Adresse auch sofort in deine Daten übernommen und du kannst deine Reifen mit nur einem Klick dorthin schicken lassen statt zu dir nach Hause. Toll ist auch der Termin-Checker auf reifen.com. Da kannst du online nachschauen, ob deine Reifen schon in der Werkstatt angekommen sind und musst nur noch das Auto hinterherbringen, um sie montieren auch zu lassen.

Wie kann ich die Reifen direkt an eine Werkstatt meiner Wahl schicken lassen?


Wenn du schon deine eigene Lieblingswerkstatt hast, die nicht als Montagepartner aufgeführt ist, kannst du auch dorthin liefern lassen – gib einfach die Werkstatt als Lieferadresse an. Das solltest du aber vorher mit Werkstatt absprechen, damit sie auch wissen, dass da eine Sendung kommt, und es nicht nur wissen, sondern auch einverstanden sind.

Was ist mit Felgen? Gibt es da auch Vorschriften und Vorgaben?


Auch bei Felgen passt nicht jede zu jedem Auto und Reifen. Am besten schaust du da in die sogenannten ABE-Dokumente. Wie so ein ABE-Dokument aussieht, kannst du dir z. B. auf reifen.com anzeigen lassen und das Dokument auch gleich herunterladen – und das bei jeder einzelnen Felge. Auf dem Dokument selbst (manchmal auch einfach “Gutachten” genannt, z. B. bei Tirendo) stehen dann technische Angaben: Für welche Fahrzeuge die Felge zugelassen ist, wie die Befestigung durchzuführen ist, usw. Das ABE-Gutachten ist also auch eine ganz nützliche Informationsquelle, solltest du darüber nachdenken, die Felgen selbst aufzuziehen.

Kann ich Felgen selbst aufziehen?


Manche Felgen musst du von einer Prüfstelle wie z. B. TÜV oder DEKRA abnehmen lassen und das in deinen Fahrzeugpapieren eintragen lassen. Bei anderen Felgen wiederum reicht es auch, wenn du bei einer Fahrzeugkontrolle die ABE-Dokumente vorweisen kannst. Und zum Thema Selbermachen: Wenn du es kannst, dann natürlich. Wenn du dir unsicher bist, wie man das macht, geh lieber in eine Werkstatt und nimm den Service dort in Anspruch.

Kann ich auf alle Felgen Schneeketten aufziehen?


Nein. Manche Felgen sind dafür nicht geeignet. Wenn du das lieber schon vor dem Kauf wissen willst als dann im Winter Probleme zu kriegen, schau ruhig mal auf Tirendo: Dort wird dir bei jeder Felge auch gleich angezeigt, ob sie Schneeketten-geeignet ist. Wenn du dir nicht sicher bist, hilft ein schneller Anruf bei dem Reifenhändler, den du favorisierst – so kannst du auch gleich deren Service überprüfen, bevor du dort vielleicht zum ersten Mal einkaufst.

Und wie sieht es insgesamt mit Garantie und Rückgabe aus?


Alle Reifen haben Gewährleistung und Produkthaftung. Sollten die Reifen also nicht so aussehen oder qualitativ so sein wie angegeben, bist du da auf der sicheren Seite. Wenn du die Reifen einfach so zurückschicken willst, also den Kauf widerrufen, geht das auch bei allen Anbietern, nur zu unterschiedlichen Konditionen. Reifentiefpreis.de und Tirendo bieten kostenlose Rückgabe innerhalb von 30 Tagen, also mehr als gesetzlich verlangt. Auch ReifenDirekt bietet drei Wochen Rückgabefrist statt zwei; wohingegen sich reifen.com einfach an die gesetzlich geforderte Möglichkeit einer Rückgabe innerhalb zweier Wochen hält.